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Wer kann am besten vorlesen?

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 07. Februar 2018

Kreisentscheid in der Neufahrner Bibliothek

Ein bisschen aufgeregt waren sie schon, die elf Mädchen und drei Buben. Sie hatten zwar bereits die ersten beiden Etappen im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels geschafft und kamen als Klassen- bzw. Schulsieger am 6. Februar in die Neufahrner Gemeindebücherei, heute ging es jedoch darum, wer zum Bezirksentscheid nach Ingolstadt fahren darf. „Bibliotheks-Kapitänin“ Michaela Reidel begrüßte Mitwirkende und Publikum herzlich im „Leseschiff Neufahrn“, die fachkundige und erfahrene Jury war bereit, alle saßen mäuschenstill da und waren sehr gespannt.

Zuerst sollte ein Abschnitt aus einem selbstgewählten Jugendbuch gelesen werden. Die Mädchen und Jungen waren gut vorbereitet; ehe sie mit dem Lesen anfingen, erzählten sie kurz etwas über den Inhalt und legten dann auf ganz individuelle Art und Weise los: Versanken die einen in ihrem Buch, so nahmen andere immer wieder Augenkontakt zum Publikum auf, manche zeigten sich eher etwas schüchtern, andere blickten selbstsicher in die Runde. Auch die ausgewählten Bücher waren sehr verschieden, lustig, aufregend, dramatisch, unbekannt oder Bestseller – alles war dabei. Das Publikum, bestehend aus Mitwirkenden, Eltern, Großeltern, Lehrern und natürlich dem jeweiligen Fanclub, war äußerst fair, hörte aufmerksam zu und spendete allen lebhaften Beifall.

Die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus den 6. Klassen der Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien in Allershausen, Au i.d. Hallertau, Eching, Freising, Moosburg, Nandlstadt, Neufahrn und Zolling zum Landkreisentscheid nach Neufahrn, denn hier ging der 59. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels in die nächste Runde. Dem Kreisentscheid folgen die Wettbewerbe auf Bezirks- und Länderebene, die Landessieger werden am 20. Juni 2018 für drei Tage nach Berlin zum Bundesentscheid eingeladen.

Die Mädchen und Buben, die in Neufahrn vorlasen, meisterten den ersten Teil der Aufgabe sehr gut. Doch nur acht Vorleserinnen bzw. Vorleser gelangten in die zweite Runde, in der ein unbekannter Text vorzulesen war. In der Pause wurde von Mitwirkenden und Publikum alles ausgiebig besprochen und natürlich gab es auch noch etwas Coaching für den nächsten Auftritt.

vorlesewettbew2018

Elf Mädchen und drei Jungen schafften es zum Vorlese-Kreisentscheid. Die strahlende Siegerin Clara Sobelatis (auf der Couch, 2. v. li) darf zum am Bezirksentscheid nach Ingolstadt fahren.

Als unbekannten Text hatte Michaela Reidel das Buch „Luzifer junior“ ausgewählt, eine sehr lustige Geschichte, in der ein junger Teufel auf die Erde muss, um hier endlich zu lernen, wie man böse wird. Mit einem kurzen Abschnitt stimmte sie Teilnehmer und Gäste schon mal ein wenig darauf ein, ehe die Hauptpersonen des Nachmittags das Weiterlesen übernahmen.

Die Spannung stieg und endlich war es so weit, die Entscheidung der Jury war gefallen: Clara Sobelatis vom Josef-Hofmiller-Gymnasium in Freising hat es in die nächste Runde geschafft und darf zum Bezirksentscheid Oberbayern, der im Frühjahr in Ingolstadt stattfinden wird.

Aber nicht nur die strahlende Siegerin, sondern alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften sich als Gewinner fühlen und Urkunde und Buchpreis mit nachhause nehmen. „Dabei sein ist alles,“ wie die Oma einer der Teilnehmerinnen meinte, „Hauptsache, sie lesen!“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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