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Mintrachinger Klöpflkinder sammeln 1250 Euro

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 13. Januar 2018

Spenden gehen nach Quito und an das Projekt „Omnibus“

Der Brauch des Klöpfelns ist bereits aus dem 15. Jahrhundert bekannt. War es anfangs dazu gedacht, über das kommende Jahr zu orakeln, so wurde es bald darauf eine Möglichkeit für Arme, in der Vorweihnachtszeit um Essbares zu bitten. Im Laufe der Zeit kam der Brauch allerdings etwas in Verruf oder wurde sogar verboten, weil es dabei nicht immer friedlich zuging.

Seit einigen Jahrzehnten hat das Klöpfeln jedoch wieder einen neuen Sinn erfahren. Zwar freuen sich die Klöpflkinder nach wie vor über Süßes, aber es wird vor allem Geld für einen sozialen Zweck gesammelt.

„Wir ziehen daher so spät in der Nacht…“ - elf Mädchen und Buben zwischen sechs und 15 Jahren zogen an den drei Donnerstagen im Advent in Mintraching von Haus zu Haus und sangen die traditionellen Klöpfllieder. Wenn sie anklopften, blieb keine Tür (und kein Geldbeutel) verschlossen.

Am 12. Januar kamen die Klöpflkinder ins alte Mintrachinger Schulhaus, um den stolzen Betrag von 1250 Euro an die beiden Einrichtungen zu übergeben, für die sie, wie bereits in den vergangenen Jahren gesammelt hatten. Das Projekt „Omnibus“, vertreten durch Bruder Bernd, durfte sich über 625 Euro freuen. „Omnibus“ ist eine Einrichtung, die nahe der Haunerschen Kinderklinik in München ein Haus betreibt. Hier haben Eltern von schwerkranken Kindern die Möglichkeit, in der Nähe ihrer Kinder zu übernachten. Außerdem werden Projekte und Therapien unterstützt, für die in der Klinik das Geld nicht ausreicht.

kloepflkinder spende2018

Stolz übergeben Lukas und Benedikt die Schecks an Pfarrer Otto Steinberger (li) für die Gruppe von Sr. Sigmunda und Bruder Bernd (re hinten) vom Projekt „Omnibus“. Brigitte Brandmeier (li hinten), Bürgermeister Heilmeier (re) und die Klöpflkinder Annette, Johannes, Eva und Leon freuen sich über das gute Sammelergebnis.

Weitere 625 Euro gehen nach Quito (Ecuador) an das Projekt, das Sr. Sigmunda dort gegründet hat, eine Einrichtung für benachteiligte Kinder. Pfarrer Otto Steinberger ist im Beirat, der das Werk von Sr. Sigmunda seit ihrem Tod im Jahr 2016 weiterführt. Gebannt hörten ihm die Kinder zu, als er sehr anschaulich von der Arbeit des Projekts erzählte, das auch weiterhin dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist.

Bürgermeister Franz Heilmeier bedankte sich mit einem kleinen Geschenk bei Brigitte Brandmeier für ihr Engagement für das Klöpfeln in Mintraching. Gefragt, wie lange sie schon dabei ist, muss sie überlegen. „Seit 29 Jahren“ fällt ihr dann ein. Als Klöpflkind hat sie angefangen und später dann sowohl die Organisation als auch das Einstudieren der Lieder übernommen. Der Dank des Bürgermeisters ging natürlich auch an alle Klöpflkinder: „Dass ihr das macht, finde ich super!“

Traditionsgemäß durften sie sich zum Abschluss über frische Krapfen freuen, spendiert von der Bäckerei Liebl.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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