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Superfood im Schulgarten

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 21. Juni 2017

Tag der offenen Schulgartentür im OMG

Wenn die blaue Anneliese und die rote Emmalie gemütlich nebeneinanderstehen, dann ist das kein Kaffeekränzchen, sondern ein MINT-Projekt der OTGS (offene Ganztagsschule) am Neufahrner Gymnasium, nämlich „Kartoffeln im Eimer“. Schülerinnen und Schüler können das genau erklären: Es handelt sich dabei um zwei (von acht) Kartoffelsorten, die im Schulgarten in großen Trögen wachsen und gedeihen.

Am 20. Juni gab es erstmals einen bundesweiten „Tag des Schulgartens“, ausgerufen von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten. An diesem Tag sollte der Öffentlichkeit gezeigt werden, was Schulgärten alles leisten. Aus diesem Grund öffnete auch das OMG seine Schulgartentür und lud Förderer und Unterstützer aus Förderverein, Elternbeirat und Gartenbauverein sowie Vertreter des vorjährigen Sponsors (Sparkasse Neufahrn) zu einem Spaziergang in Schulgarten und Obstwiese ein.

„Jedes Jahr steht der Schulgarten des OMG unter einem ganz bestimmten Motto“ erklärt Brigitte Hepting, Diplom Oecotrophologin, Schulverpflegungscoach und Leiterin der Projektwerkstatt Schulgarten. „Heuer haben wir ‚Superfood‘ angesät, also ganz besonders eiweißreiche Pflanzen wie z.B. Sojabohnen.“ In zwei Hochbeeten wachsen Tomaten und verschiedene andere Gemüsesorten und die Kinder lernen dabei, was in einer Mischkultur gut zusammenpasst. Kräuter und Heilpflanzen ergänzen das Gartensortiment.

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Superfood, Mischkultur und Kartoffeln im Eimer – informativer Spaziergang im Schulgarten des OMG mit Brigitte Hepting, Leitung Projektwerkstatt Schulgarten

Im Rahmen einer Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit werden die Erzeugnisse aus dem Schulgarten im Herbst dann gemeinsam zu wohlschmeckenden und gesunden Gerichten verarbeitet.

„Da geht einem das Herz auf.“ Schulleiter Franz Vogl ist begeistert und er hält die Arbeit im Schulgarten für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Schülerinnen und Schüler, „die stehen alle voll dahinter“. Doch er bedauert, dass immer wieder Schäden durch Vandalismus zu beklagen sind und würde sich eine bessere Abgrenzung des Schulgeländes wünschen.

Dass eine Schule nicht nur eigenen Apfelsaft, sondern sogar ihren eigenen Honig produziert, dürfte etwas ganz Besonderes sein. Zwei Lehrerinnen betreuen als Imkerinnen mit ihrer Arbeitsgruppe insgesamt sieben Bienenvölker und konnten in diesem Jahr bereits 45 kg Honig in Gläser füllen. Gerade rechtzeitig zum Tag der offenen Schulgartentür bekam die Schule eine eigene Honigschleuder nebst Edelstahltopf im Wert von rund 800 Euro, gespendet vom Elternbeirat, der zusätzlich noch einen Schaukasten für den Schulgarten in Aussicht gestellt hat. Darüber freuen sich Schüler und Schule und bedanken sich sehr herzlich bei den Spendern.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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