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Gruseln in der Gemeindebücherei

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 02. November 2014

Gruseln in der Gemeindebücherei

Halloween für Leseratten in der Bibliothek Neufahrn

(Text/Foto:sh) Eine Halloweenparty der besonderen Art veranstaltete Büchereileiterin Michaela Reidel in diesem Jahr und hatte auch einen ganz besonderen Gast eingeladen. Beate Welsch aus Erding ist eigentlich Puppenspielerin, verfügt aber auch über außerordentliches Talent, Gruselgeschichten besonders spannend vorzutragen. Über die mit Kerzenlicht beleuchtete Treppe betraten die Gäste das Untergeschoss der Bücherei und fanden eine schummerige, zur Gruselkammer umfunktionierte Bibliothek vor.

   Die Wände waren mit Spinnen und Fledermäusen dekoriert, Beate Welsch saß – als Hexe verkleidet – an einem Tisch mit Ratten, Geistermarionetten und Vampiren. Stärken konnten sich die Gäste an einem Halloween-Buffet mit „blutroten" Getränken, Schokopudding mit „Spinnweben" sowie weiteren gruseligen Leckereien.

Halloween Bibliothek Neufahrn 4

Auch so kann es in der Bücherei mal aussehen: Halloween im Gruselambiente

Halloween Bibliothek Neufahrn 5

Auch Zombies und Hexen brauchen Stärkung

 Verkleidung war ausdrücklich erwünscht und so versammelten sich die jungen Hexen, Vampire und Zombies, um Beate Welschs Erzählungen zu lauschen.

Halloween Bibliothek Neufahrn 2

Gartenschere und Türenknarren inklusive: Beate Welsch liest Gruselgeschichten

Diese klärte jedoch zunächst einmal die Frage: Woher kommt Halloween? Wer hat den Brauch erfunden, jährlich am 31.Oktober um die Häuser zu streichen auf der „Jagd" nach Süßem oder Saurem? Die jungen Gäste waren sehr interessiert zu hören, dass ursprünglich die Kelten in Irland versuchten, mithilfe bereitgestellten Essens und Lichtern vor ihren Häusern, die Seelen der Verstorbenen positiv zu stimmen. Durch die Auswanderungswelle nach Amerika wurde dieser Brauch dort mit den Jahren kommerzialisiert und schwappte über kurz oder lang zurück nach Europa. Somit gehen auch hierzulande seit den 90er Jahren alljährlich kleine „Schreckgespenster" um die Häuser, um mit der Androhung von „Saurem" „Süßes" zu ergattern.
Dass ein Halloween-Abend in der Bücherei mal was anderes ist, darüber waren sich alle anwesenden Leseratten einig und hörten gebannt Beate Welschs lebensechter Erzählung vom Grafen Silberbein, der noch immer durch die Räumlichkeiten seines Schlosses spukt. Anschließend wurde den Zuhörern mit einer Episode aus „Onkel Montagues Schauergeschichten" aus dem Buch von Chris Priestley erneut das Gruseln gelehrt. Ist die alte, blinde Frau, die täglich im Garten ihres uralten Hauses steht, nicht schon längst gestorben?

Halloween Bibliothek Neufahrn 3

Halloween mal anders: die Büchereifreunde mit Gast Beate Welsch (l.) und Büchereileiterin Michaela Reidel (hinten rechts)
Nebel hatte sich über den Neufahrner Marktlatz gelegt, als die Halloweenparty beendet und die Gäste wohlbehalten nach hause gebracht wurden. Ab sofort können sie in der Gemeindebibliothek wieder spannende, aber auf Wunsch auch ganz „ungruselige" Bücher ausleihen.

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