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Note 1 im Abschlusszeugnis

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 22. Juli 2020

Rektor Josef Eschlwech geht in den Ruhestand. Nachfolgern Elke Horn stellt sich vor.

Vor genau 60 Jahren hat Josef Eschlwech die Grundschule am Fürholzer Weg in Neufahrn zum ersten Mal betreten, damals war er ein ABC-Schütze, die Schule hieß noch Volksschule und es war noch das alte Gebäude, das inzwischen abgerissen wurde. 17 Jahre hat er als Rektor die Geschicke der Schule geleitet, zum Schuljahresende hat er sich nun in den Ruhestand verabschiedet.

Zwischen seinem ersten und letzten Schultag liegt ein langer Weg, der ihn an zahlreiche verschiedene Schulen führte: Domgymnasium Freising, pädagogische Hochschule in Pasing, Referendariat in Moosburg. Danach war er 15 Jahre an der Hauptschule (jetzt Jo-Mihaly-Mittelschule) in Neufahrn als Lehrer tätig. Sechs Jahre war er 2. Konrektor in Allershausen und von 1999 bis 2003 Konrektor in Hallbergmoos. 2003 wurde er dann als Nachfolger von Johann Dill als Rektor an die Grundschule am Fürholzer Weg versetzt. „In diesen Jahren habe ich alle Höhen und Tiefen erlebt“ sagt er im Rückblick auf die Zeit in Neufahrn. Damit meint er vor allem den Schulhausneubau, der für ihn eine Herzensangelegenheit war, die er leider nicht mit der Einweihung beenden konnte.

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Eine Schultüte zum Start für Elke Horn, Nachfolgerin von Josef Eschlwech, der nach 17 Jahren als Rektor der Grundschule am Fürholzer Weg in den Ruhestand geht

Seine Nachfolgerin Elke Horn hatte er bereits während seiner Tätigkeit in Hallbergmoos kennengelernt. Sie stammt aus Passau, hat auch dort studiert, und arbeitet seit 1998 im Landkreis. Die 47jährige wohnt in Freising, seit 2012 ist sie Konrektorin an der Therese-Gerhardinger-Grundschule in Moosburg. „Erst mal einfühlen und einleben“ möchte sie sich in Neufahrn, und grundsätzlich alles so lassen, wie es jetzt ist. Ein paar Pläne hat sie dennoch bereits im Sinn. Sie ist an Kunst interessiert und findet, es könnte durchaus etwas mehr Farbe ins Schulhaus kommen und die Schulpartnerschaft mit Nepal könnte für sie vielleicht sogar mal zu einer Reise dorthin führen. Die Digitalisierung will sie weiter vorantreiben und spannend findet sie, dass es an der Grundschule bereits gebundene Ganztagsklassen gibt. Dieses Konzept kennen zu lernen, darauf freut sie sich.

Was möchte ihr Josef Eschlwech mit auf den Weg geben? Er rät zu „Ruhe, Gelassenheit, Menschlichkeit, Empathie“ und empfiehlt „Kooperation mit der gesamten Schulfamilie.“ Dazu gehören, und das betont er, „alle, die hier arbeiten, also auch Hausmeister und Reinigungskräfte.“

Weil Josef Eschlwech auch nach so vielen Jahren immer noch gerne Lehrer bzw. Rektor ist, hat er seinen Start in den Ruhestand um ein Jahr hinausgeschoben. Aber auch wenn er ab Herbst nun nicht mehr jeden Tag zur Schule geht - untätig wird nicht sein, denn sein politisches Engagement wird ihn ausreichend beschäftigen. Seit Jahren ist er Gemeinderat, war zuletzt Schul- und Kindergartenreferent und wurde vor kurzem zum 2. Bürgermeister gewählt. Und mit einem Lächeln meint er: „Außerdem freu‘ ich mich, „dass ich dann auch endlich außerhalb der Ferienzeiten gemeinsam mit meiner Frau viel unternehmen kann.“

Für Sie berichtet Maria Schultz.

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