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Kirche wird Restaurant und Ort der Begegnung

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 05. Februar 2020

Neufahrn organisiert erste „Vesperkirche“ in Oberbayern

Zwei Wochen lang täglich ein Drei-Gänge-Menü, hinterher Kaffee und Kuchen – und das alles für nur 1 Euro! Wie und wo soll es das geben? Vom 28.02. bis 14.03.2021 ist genau das bei der evangelischen Kirchengemeinde in Neufahrn möglich. Die Auferstehungskirche wird damit zur ersten Vesperkirche in Oberbayern.

Pfarrerin Karin Jordak bringt hierfür bereits Erfahrungen aus ihrer früheren Kirchengemeinde in Würzburg mit. Der Kirchenvorstand war einstimmig dafür und inzwischen wurde mit der Planung begonnen. Eine Fahrt zur Vesperkirche der Nürnberger Gustav-Adolf-Kirche brachte erste Erkenntnisse, an einem Impulstag Ende März in Neufahrn werden die Möglichkeiten vor Ort ausgelotet.

Für die Vesperkirche wird der Kirchenraum in ein Restaurant umgewandelt, d.h. die Bänke werden umgebaut, damit sie anders aufgestellt werden und die Gäste an Tischen sitzen können. Ein Caterer muss gefunden werden, der täglich ein preiswertes Essen für rund 200 Personen liefert.

Die Abläufe liegen größtenteils bereits fest: morgens beginnen gegen 9 Uhr die Vorbereitungen, um 10.30 Uhr wird geöffnet, um 11.30 Uhr beginnt mit einem Impuls das Essen mit Vorspeise, Hauptgericht (vegetarisch oder Fleischgericht) und Nachspeise. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen.

Zusätzliche Angebote werden die Aktion begleiten, z.B. Musik, Beratung, oder – ganz praktisch - eine Friseurin, die an zwei Tagen kostenlos (frisch gewaschene) Haare schneidet.

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Pfarrerin Karin Jordak, ihr Mann Gerhard Körber, Pfarrer i.R., und Kerstin Steinritz, Sekretärin, freuen sich auf viele Hilfsangebote für die Vesperkirche Neufahrn. 

Um so ein gewaltiges Programm zu stemmen, braucht es zwei Säulen: zum einen viele freiwillige Helfer/Helferinnen, zum anderen aber auch Geld! Mit dem symbolischen Preis von einem Euro für ein Essen kann das Ganze selbstverständlich nicht finanziert werden. Deshalb hofft die Kirchengemeinde auf großzügige Spenden, kleinere, aber gern auch größere.

Pfarrerin Jordak rechnet damit, dass insgesamt mindestens 100 Personen im Einsatz sein werden, z.B. bei Essensausgabe und Bedienung, Reinigung und Aufräumen, an der Kasse und auch an den einzelnen Tischen zum Gespräch. Jede Hilfe ist willkommen, egal, ob einmalig oder öfter.

Die Planungsgruppe freut sich zudem auch über Sachspenden. „Wir brauchen Nachspeisen und viele, viele Kuchen“ sagt Karin Jordak. Gute Ideen für das Rahmenprogramm oder ein kostenloses Angebot sind ebenfalls gern gesehen.

Mit der Vesperkirche wird der Kirchenraum nicht nur zum Restaurant, sondern vor allem auch ein Ort der Begegnung sein, an dem die unterschiedlichsten Menschen miteinander ins Gespräch kommen können. Pfarrerin Karin Jordak ist davon überzeugt, „mit einer guten Vorbereitung schaffen wir das!“ Nähere Infos gibt es im Büro der Pfarrgemeinde und demnächst auch im Internet unter www.vesperkirche-neufahrn.de.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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